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Entweder-oder, oder am besten gar nicht

Essen vor dem Fernseher – das macht jeder ab und zu. Nüsse naschen, Chips futtern, Kekse knabbern, Schokolade schlemmen, Pralinen probieren, … kein Problem, wenn du dein Essverhalten selber steuern kannst und frei bist, auch nein zu sagen. Wenn fernsehen plus essen zu einer scheinbar unzertrennlichen Einheit verschmolzen sind und du so ziemlich an jedem Tag fernsiehst, hast du es schwer mit dem Pfunde schmelzen lassen. Wenn immer weniger Kleider passen, ist die höchste Alarmstufe erreicht und du schwörst dir, künftig nur noch Obst beim fernsehen zu essen. Das ziehst du eine Zeitlang vorbildlich durch. Deine Kleidung sitzt allmählich lockerer und du denkst, jetzt hast du alles im Griff. Dann kommt ein Tag, an dem du müder bist als sonst, an dem du dich missverstanden oder missachtet fühlst, an dem dir die Dinge nicht so gut von der Hand gehen wie sonst, und dann wird auch noch der Hund krank… schnell kommt ein Eh-egal-Gefühl auf und die große Lust auf Süßes feiert fröhliche Urständ…beim fernsehen. Außerdem hast du ja jetzt gerade wieder Platz in der Kleidung geschaffen…mal ehrlich: Soll das immer so hin und her weitergehen? Man nimmt in der Regel nicht durch die Mahlzeiten am Tisch zu, sondern durch das, was man außerhalb und zwischendurch noch futtert. Wie jetzt!? Soll das fernsehen ab jetzt etwa gestrichen sein? Das wäre doch wirklich schade um manch gute Sendung. Stell dir das Genießen der Sendung doch einfach ohne dabei zu essen vor. Trinke deinen Lieblingstee aus deiner Lieblingstasse, beschäftige deine Hände mit einem Hobby, mache genüsslich Stretchingübungen. Putze vorher deine Zähne. Stell dir vor, wie gut du dein nächstes Frühstück genießen kannst. Und wie stark sich das anfühlt, selber die Chefin/der Chef zu sein.

Mache einfach Schluss mit dem ewigen Hin und Her.
Lass die Frage nach dem Entweder-Oder gar nicht mehr zu.

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